Ein Blog über Zwerge und ihre Abenteuer

Die erste Schlacht

Weiter ging es – und es sollte wahrhaft brutal und blutig werden.

Anmerkung:
Die Buchstaben im Bericht dienen der Positionsverdeutlichung auf den abgebildeten Karten.


Spielsitzung 2

Aufräumarbeiten: Unter Eisenhall 1212GF – Immer noch vor 2 Jahren

Nachdem die letzte Session mit dem letzten Hieb endete, der den Troll niederstreckte, war es nun erst Mal an der Zeit, die Höhle zu durchsuchen, in der man sich befand, doch ausser einer schmuddeligen Schlafstatt, ein paar noch brennenden Talgkerzen, diversen Mörsern und Tiegeln mit zerstoßenem Steinpulver (die Zwillinge Barzakk und Tumakk, beide in der Steinkunde bewandert, konnten hierzu nicht mehr sagen) und goblintypischen Schamanenaccesoirefirlefanz fand man nichts wirklich von Bedeutung.

Schließlich wurde der große Steinkübel mit der blubbernden Suppe (?) noch umgestoßen und Neckbreck trennte dem toten Troll einen Finger als Trophäe ab (den er danach mit dem Kerzenwachs noch versiegelte).
Dann ging es weiter.

Die alte Stollenhöhle (Position A)

Die Charaktere betraten eine alte, inzwischen stillgelegte Stollenhähle – die (wasauchimmerfürein) Erzadern waren schon lange abgebaut und die eingestaubten Gerüste der (von den Proportionen her eher kleinen) Arbeitern waren primitive, wackelige Konstrukte unzwergischer Machart – hörten (von C her) das Hämmern und Klopfen unzähliger Spitzhacken.

Die Stein”tür”

Zudem entdeckte Barzakk einen lockeren, massiven Felsen in der Wand (zu B), in dem zwei überdimensionale, nach unten umgebogene Nägel in Grifform steckten und der offenbar in der Vergangenheit immer wieder – quasi als primitive Schiebetür – hin- und hergeschoben war. Irgendwas verbarg sich dahinter.

Mach Euch bereit… 3..2…wartet!

Doch zunächst wollte man sich um das Gehämmer und Geklopfe kümmern – vorsichtig wurde in den Gang (auf der Karte C) gespäht – in dem hier und da einzelne Talgkerzen kümmerlich brannten – und einige Goblins (C1) ausgemacht, die hier auf wackeligen Gerüsten den Fels bearbeiteten und Gestein von den Wänden klopften (das Gehämmer deutete noch auf weitere Arbeiter weiter hinten im Gang).

Doch als man schon auf die uralten Widersacher der Daygar losstürmen wollte, hörten Neckbreck und Tumakk plötzlich ein gedämpftes Stöhnen von B her…

Hauuuu-ruck!

Irgend jemand war scheinbar hinter dem Felsen mit den beiden groben „Griffen“ und nachdem jeweils 2 Zwerge in diverser Besetzung gemeinsam an der „Tür“ ziehend scheiterteten, schob man den Griff von Keregrimms Streithammer durch beide „Griffe“ und mit vereinten Kräften schafften es schließlich vier der Daygar, den Fels abzurücken (ohne dabei unter ihm begraben zu werden).

Feuer..! Wasser..!

Dahinter befand sich eine kleine Höhle – der widerliche, beissende Geruch von Kot und Urin stach unseren 5 Daygar sofort in die Nase und vor sich erblickten sie eine alte, zerrupfte Gestalt eines sehr, sehar alten Zwergen in Lumpen.
Der Greis mit wirrem, entrücktem Blick und zahlreichen (alten wie neuen) Blessuren sah seine Retter verdattert an und stammelte immer nur wieder Kauderwelsch. Dennoch kristallisierten sich zwei Grundinfos heraus, die er immer wieder erwähnte:

Feuer kommt über Wasser…
Hier bleiben! Immer!
Gegner… Vieeeele!

Nachdem man ihn mit Heilenden Händen, Wasser und einigen Happen Trockenbrot etwas aufgepäppet hatte, wollte man ihn an der Wasserstelle vom letzten Mal (siehe Karte) erstmal „parken“, doch der Alte schien lieber in seiner Zelle bleibe (warten?) zu wollen. Da dies eine perfektere Tarnung war, willigte man ein und machte sich wieder auf, die Goblinsd anzugreifen.

Jetzt aber! Aaangriff!

Und so kam es dann auch. Neckbreck und Tumakk bildeten die Spitze und schossen in den Gang, zerhackten die ersten Goblins, noch bevor diese begriffen, was überhaupt geschah, während die restlichen drei Daygar nachrückten.
Neckbreck und Tumakk schaufelten sich unbeirrt vorwärts (nach C2) und erkannten, dass dieser Stollen deutlich länger und gefüllter war, als man zunächst erkannt hatte:

Aus den hinteren Bereichen eilten alarmierte Goblins herbei, warfen sich auf die Zwerge – und spürten die Schlagkraft der Daygar!

Es war ein netter Kampf – die Zwerge hackten sich nur so durch die Gegner, Barzakk gab Feuerschutz per Ambrust, Norik heilte hier und da mal die wenigen, kleinen Kratzer und auch Keregrimm liess seinen gewaltigen Hammer kreisen. Zwischendurch brachte man auch 1-2 der Gerüste (bei C1 und C2) zum Einsturz (was auch für ein paar Goblins, die den rettenden Sprung incht rechtzeitig schafften, in der Regel tödlich endete) und als die letzten Goblins begriffen, dass ein Rückzug wohl doch besser wäre, hatte ihnen Neckbreck bei C2 schon den Rückweg abgeschnitten und kurz darauf lagen an die 30 tote Goblins zerhackt, zerteilt, zertrümmert und unter Gerüstresten begraben im Gang verteilt.

Auf Grund des Massakers gab es einen kurzen EP-Check und die Zweitstufler hatten Stufe 3 erreicht.



Nach dem Kampf, begann man sich in dem Stollen umzusehen – und konnte Dank der „Farbe“, die das spärlche Kerzenlicht dem Raum verpasste, nun auch das abgebaute Erz genauer in Augenschein nehmen, was eine Überraschung barg:
Die Zwerge kannten es nicht. Selbst die in der Steinkunde bewanderten Zwillinge waren ratlos ob dieser schwarzen Erzklumpen mit ihrem leicht lila-metallischen Schimmer.

Was hatte man da gefunden?
Doch für mehr war vorerst keine Zeit.
Immerhin war man noch immer in unbekanntem Gebiet, vorläufig abgeschnitten von der Heimat.

Zunächst wandte man sich dem zweiten Gang zu, wo man ebenfalls die Reste eines alten Stollens entdeckte, jeglichen Erzes schon lange beraubt.
Hier hatte jemand fleissig abgetragen. Wozu? Wer steckte dahinter? Immerhin sind Goblins nicht gerade für ihre Bergbauvorlieben bekannt.

Beide Stollen führten zudem gemeinsam in eine große Höhle mit einem Abgrund in der Mitte – gut 20m tief. Eine wackelige Holz“brücke“ von gleicher, handwerklicher Qualität wie die wackeligen Stollengerüste führte hinüber.
Das war den 5 Zwergen nichts. Erstmal wollte man och die andere Abzweigung überprüfen, die von dem Stollen, wo das Gefecht mit den Goblins war, nach rechts führte…

Das Erzlager

Man erreichte einen großen Raum voller Fässer, Kübel und Eimer – alle mit dem sonderbaren, schwarzen Erz gefüllt. Ein ordentlicher Vorrat. Doch zu welchem Zweck?

Noch bevor man darüber groß spekulieren konnte, hörte man vom ersten der drei abzweigenden Gänge (D) an der rechten Wand Schlafgeräusche – Goblins..!

Wir sind nicht allein

Ohne lange zu fackeln ging man von D1 aus zum Angriff über – Neckbreck hastete über die schlafende Meute (21 mehr oder minder ruhig schlafende Goblins hatte man gezählt), kam bei D2 zum Stehen und vergrub seine Axt im Schädel eines vor ihm schlummernden Goblinoiden.

Zeitgleich war Tumakk in die Mitte des Raumes gegangen und schlug ebenfalls auf sein erstes Opfer ein, während Keregrimm von D1 aus einen weiteren Schlummergob zermatschte.

Und Tumakk rief:“Wacht auf und lernt meinen Hammer kennen!”

In der Zange

Was man nicht wußte – man war nicht ganz allein mit den schlafenden, teilweise erwachenden, teilweise dabei noch schlaftrunkenen Goblins:
Plötzlich erschienen Orks hinter Neckbreck bei D2, während hinter Barzakk, der mit seiner Armbrust auf die Goblins schoss, Keregrimm und Norik ein gewaltiger Oger von D4 her auftauchte!

Dieser hatte zwei Besonderheiten – zum Einen war er mittels „Anführer“ gepusht, zum Anderen – dies verriet sein Blick Barzakk – schien er weniger stumpf wie typische Vertreter seines Volkes, sondern wirkte regelrecht gerissen.

1st Medic down!

Zuerst wurde Keregrimm von der gewaltigen Ogerkeule auf die Bretter geschickt. Während Tumakk – Goblisn auf seinem Weg erschlagend – sich Richtung Oger durchkämpfte, wehrte sich Neckbreck erfplgreich gegen Orks und Goblins, die auch Norik und Barzakk beharkten.
Es wurde ziemlich chaotsch – 5 SC, fast (noch) 20 Goblins, 11 Orks und ein Ogeranführer prügelten aufeinander ein, versuchten Felder zu blockieren, um den Oger nicht gänzlich in die Höhle zu lassen und am Leben zu bleiben.

Zweimal gelang es Barzakk mit seinen Bolzen, den Oger zu Boden zu schicken (patzing!), was diesen nur noch wütender machte. Orks und Goblins versuchten Neckbreck in die Höhle zurückzuprügeln, verwarfen frustriert ihre Taktik und versuchten es abermals erneut. Norik heilte wie verrückt seine umstehenden Kameraden, die durch den Kameradenbonus der Gegner nun doch schon in leichte Bedrängnis gerieten – der Oger blieb die ganze Zeit dazu auch noch fast unverletzt.

Zwergenpower!!!

Doch die Reihen lichteten sich mit der Zeit und als Norik, Barzakk und Tumakk durch gekonnte Movementtaktik plötzlich wieder im Erzlager standen und der Oger mit den Goblins in der Höhle nun stand, brüllte dieser den Orks etwas zu, die daraufhin von Neckbreck abliessen (bis auf einen) und über D3 zu D4 hasten wollten.

Neckbreck erschlug kurzerhand den zurückgebliebenen Ork und rannte dem Rest hinterher, selber von Goblins verfolgt – köstliche Szene, alles wuselt im Kreis umher.
Neckbreck kam jedoch nicht weit – ein paar Orks wurden auf ihren Verfolger aufmerksam und einige Runden lang beharkte er sich bei D3 mit Orks und Goblins, die nun mehr Platz hatten und ihn umzingeln konnten.

Während die restlichen Orks bei D4 eintrafen, um Norik und Barzakk in die Magel zu nehmen, griff sich der Oger schließlich den bewußtlosen Keregrimm, riss ihn am Kopf hoch und grunzte Tumakk an, er solle seine Waffe fallen lassen, sonst…
Doch Zwerge verhandeln icht mit Ogern. Tumakk preschte vor und schlug weiter auf den Oger ein. Dieser hatte nicht bemerkt, dass durch sein grobes Packen der bewußtlose Keregrimm wieder mit einem LK und geschaffter Erwachen-Probe wieder unter den Agierenden weilte und schon die ersten Lynzblätter kaute, bevor er sich aus dem Griff des verdutzten Ogers wandt.

Danach ging alles recht schnell – Neckbreck hatte aufgeräumt und schloß zu D4 auf, während Tumakk den Oger endlich den Garaus machte. Die letzten 3 Gobs und der letzte Ork hielten auch ciht emhr lange, zumal die Goblins erst hinter dem Ork Schutz suchten, dann von ihm wütend vorgeschubst wurden und schließlich auch sein Kopf durch Luft segelte.

Das zweite Massaker an diesem Abend war vorüber, alle 5 Daygar noch wohl auf, hatten nun auch Stufe 4 erreicht und wir beendeten die Session, denn inzwischen war es spät geworden.
Es war diesmal eine äußerst kampflastige Sitzung – Vorsicht und Heimlichkeit sind nun aber auch nun mal einfach kein Zwergending.

Das Nächstemal gilt es zu klären, was das alles soll – und ob sich noch jemand irgendwo hier unten herumtreibt…

Hinterlasse eine Antwort