Ein Blog über Zwerge und ihre Abenteuer

31-Tage-Quest: Wie bist Du zum Rollenspielhobby gekommen?

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der 31-Tage-Challenge, zu der David Reichgeld alias Tsu auf google+ für den Oktober aufgerufen hat.

G_31Tage

1984 – ich war damals in der 7. Klasse – erzählte mir ein Schulkamerad (der mein erster Spielleiter kurz darauf werden sollte), dass er letztes Wochenende mit den „Großen“ – aus der Neunten – so ein cooles Spiel gespielt hat – aus Amerika (hört, hört), mit Fantasie und so. Wohoo – ich wollte mehr wissen.
Kurz darauf bei ihm zeigte er mir so ein schwarzes Büchlein mit dem geheimnisvollen Titel „Das schwarze Auge“:
„Das ist auch sowas. Kannste ja mal mit nehmen.“

Gesagt, getan.
Am selben Abend verschlang ich förmlich das ganze Heft (oder waren es 2?) und begann durch „Silvanas Rettung“ zu ahnen, wie das Ganze funktionieren könnte.

Kurz darauf kam die erste Spielsitzung – 1 Spielleiter (besagter Schulkamerad von oben) und ein weiterer Mitspieler, Minis waren auch gleich dabei (ausgeliehen von einem der Neunklässler). Wir spielten an diesem Nachmittag (und auch noch lange danach) einen Mix aus D&D und DSA, mein erster Charakter war ein Druide namens Lorius.
Das erste Abenteuer begann in einem Wüstenreich und führte uns in eine Pyramide – …und langsam dämmerte mir, dass da mehr ist, als nur Ritter und Burgen, quasi jede Art von Setting war im Grunde möglich. Hammer – nach der ersten Session war ich endgültig hin und weg.

Als zur zweiten Session ein dritter Spieler dazu kam, war ich erst gar nicht so begeistert, doch kaum hatten wir angefangen, merkte ich, dass der Fun mit der Mitspieleranzahl sogar noch steigt!

Seit dieser Zeit spielte ich, mein erstes Leiten folgte ein paar Monate darauf – und war eine völlige Katastrophe:
Die Spieler tanzten mir auf der Nase rum: Von der Ermordung eines Händlers magischer Gegenstände und anschließender Plünderung seines Ladens über vergessene Schatzbelohnungen beim Endgegner ließ ich so ziemlich nichts aus, was in die Hose gehen konnte.
Da war allerdings äußerst lehrreich und glücklicherweise ließ ich mich davon nicht abschrecken, sondern probierte es abermals. Und das lief schon deutlich besser.

Das Ganze ist nun fast 30 Jahre her.
Ich bin dran geblieben und hab mit zunehmender Zeit immer mehr geleitet, ab den 90ern fast ausschließlich, bis auf wenige, seltene Ausnahmen.
So kann ‘s gehen.

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