Ein Blog über Zwerge und ihre Abenteuer

Tod in den Minen


Spielsitzung 1 (Teil 2)

Unter Eisenhall 1212GF – Vor 2 Jahren

Jahre zogen ins Land…
Unsere 5 Freunde wurden älter und bekamen erste Bärte, während sich das Rätsel von Schimmerstein der Welt mit all seinen Besonderheiten und Details offenbarte und zu einem wichtigen Bestandteil dieser jungen Daygargeneration wurde.


minenarbeitenInzwischen war einiges geschehen: Neckbreck hoffte endlich auf seine Gesellenprüfung zum angehenden Schmied, Norik war in die Reihen der Corpriester aufgenommen worden (Dank des Einflusses seines Onkels im eher welt- und wanderorientierten Orden der Sucher), die Zwillinge arbeiteten in den Minen, erforschten Höhlen und widmeten sich gerne der Steinkunde und bei Keregrimm – nach seinen rüpelhaften Jahren auf der Straße – hatte man ebenfalls die Gabe des Heilens festgestellt und seit einigen Monaten diente er ebenfalls im Orden der Sucher.

Wie viele Zwerge verdingten sich die 5 gerade als Minenarbeiter (auch unsere beiden Novizen des Sucherordens als Teil ihrer praktischen, an den Wurzeln orientierten Ausbildung) und bildeten zusammen die Bergbaugruppe 14-BI.

Nach dem etwas ausgespielten Baubeginn eines Tunnels verbrachten sie Monate später ihre Zeit in einer Höhle mit einer Eisenerzader, um das kostbare Metall abzuarbeiten, als sich alles ändern sollte:

Eines Tages erschütterte plötzlich eine Explosion den Zugang zu ihrer Höhle und nachdem man – hier und da leicht verletzt – sich wieder sammelte, stellte man fest, dass der Rückweg zur Stollenbasis 14 verschüttet war und ihre Nachbarkumpel vom Truppe 14-CII offenbar im zentrum dieser Explosion gestanden hatte, die den Fels auseinander gesprengt hatte und deren Ursache den 5 jungen Zwergen Rätsel aufgab.
Barzakk konnte nur feststellen, dass offenbar eine – der Schlacke nach zu urteilen – unbekannte Form von Erzader hier durch den Fels verlaufen war und wahrscheinlich für die Explosion verantwortlich gewesen war (wodurch auch immer es zu dieser Reaktion gekommen war). Noch darüber rätselnd entdeckte Keregrimm, dass ein Teil der Höhlenwand hier ebenfalls durch die Explosion eingebrochen war und sich dahinter ein unbekannter Höhlengang natürlichen Ursprungs befand.
Also suchte man Hab und Gut zwischen den Gesteinstrümmer hervor, setzte die Stollenarbeiterhelm auf und zog los in den unbekannten Gang in der Hoffnung, dem vercshütteten Stollen zu entkommen…


So betraten die 5 Daygar den alten, natürlichen Höhlengang in der Hoffnung, rgendwie wieder rauszukommen.

Anfangs – auf Grund der niedrigen Decke – noch gebückt gehend, kam man schließlich zu einer Höhle, die vom Gang abzweigte, wo sich in der gegenüberliegenden Wand eine dunkle Öffnung befand.
Davor Knochen und größere Mengen von Sand? Staub? (in Wahrheit Rostpulverhaufen – die Charaktere hatten das Lager einer Rostassel entdeckt, doch da sie keine Fackeln oder Laternen an hatten, entging ihnen die bräunliche Färbung des Rosts in den Grautönen ihrer Dunkelsicht).

Vorsichtig zog man die Waffen, betrat die Höhle, um sich vor der Öffnung in Stellung zu bringen, als plötzlich die Rostassel – welche über den Eingang an der Decke gekauert hatte – sich direkt auf den einzigen Metallhelm (Neckbrecks) in Reichweite stürzte und damit die Initiative eröffnete.
Der Kampf (5 Erststufler gegen 1 Rostassel) war nicht leicht, aber Dank (un)glücklicher SL-Würfel nicht wirklich gefährlich für die SC.

minenrostassel
Schließlich war die Rostassel hinüber, die Knochen wurden als sehr alte Goblingebein identifiziert und in die kleine Lagerkuhle der Rostassel hinter der Öffnung geblickt.


Weiter ging es, den Höhlengang weiter entlang. Bald darauf erreicht man eine weitere Höhlengang, wo man einen Goblin fand.
Dieser war jedoch noch gar nicht so lange tot, wie die Exemplare bei der Rostassel:
Madenhaufen waren hier und dort zwischen aufgeplatzer Haut und in den Augenhöhlen munter am Werk und ein stickiger Verwesungsgeruch lag in der Luft. Vor dem auf dem Bauch liegenden Goblin – dem ein schwarzgefiederter Pfeil im Nacken steckte – lag eine einfache, fallen gelassene Holzschatulle offen und leer auf dem Boden.

Vorsichtig marschierte man weiter.
Plötzlich hörte Neckbreck, der in dem engen Gang an der Spitze ging, keifende Stimmen vor sich – Goblins! Ganze 10 der zwergischen Erzfeinde unterhielten sich in “Schwarzzunge” in einer nahen Höhle.
Naja, was soll ich sagen – Zwerge halt:
Ein die Initiative eröffnender Sturmangriff machte den Anfang und dann hackten sich die SC schonungslos durch die Reihen der überraschten Goblins. Köpfe flogen, Körper zerschmetterten, Blut spritzte – die Goblins hatten keine Chance und nach wenigen Runden herrschte wieder Ruhe…


Von den beiden weiteren Ausgängen der Goblinhöhle nahm man erst den nördlichen, wo man eine Höhle entdeckte, in der Neckbreck mit einer sagenhaften Bemerken-Probe nicht nur einen großen, blubbernden Kessel, sondern auch noch einen schwarzgekutteten Goblin(schamanen) – der auf einem Schemel dahinter stehend einen großen Kochlöffel darin kreisen liess – und sogar einen Troll dahinter entdeckte (nicht aber die Kette, mit der der Troll an die Wand gekettet war).

Alles erstmal kehrt – Schamanen und Trolle sind schon ein anderes Kaliber.
Erstmal den Alternativweg erkunden:
Eine Höhle mit Tümpel.
Wie auch immer.
Weiter.
Dann führte der Gang zu einem T-Stück – links ein Gang, rechts ein Gang,der nach kurzer Strecke wieder zu der Höhle mit dem Schamanen, Troll und Kessel führte.

Was soll ich sagen?
Diese verrückten, zwergischen Erststufler griffen an!

Der Goblinschamane überlebte die Initiativauslösung gar nicht erst, doch dann war da der Troll.
Dieser war mit einem Halsband an die Wand gekettet (was erst nach ein paar Kampfrunden richtig bemerkt wurde).
Für den Notfall (=SC schiessen einfach auf Distanz den Troll Stück für Stück tot) war diese Kette zerreissbar, doch da bis auf Barzakk alle den Nahkampf vorzogen, sollten Zerreissen-Proben für den angeketteten Troll nicht nötig werden.
Der Kampf startete nicht schlecht:
Tumakk bekam gleich so heftig Eine gedonnert, dass er mit -3LK ins Land der Träume geschickt wurde und von Norik erstmal aus der Gefahrenzone gezogen wurde, während Neckbreck und Keregrimm ihn in die Zange nahmen.

Ich hatte echt nicht erwartete, dass Erststufler einen Troll angreifen, aber bitte.
Zwerge halt.

Irgendwann war auch wieder Tumakk mit am Start, doch der Kampf zooooog sich:
Erstens würfelten Tumakk und Keregrimm fast den ganzuen Kampf über nur Mist (ständig Angriffsergebnisse von 2, 4 und hin und wieder mal beachtliche 7), nur ganz seltn landeten sie mal bessere Treffer.
Neckbreck teilte dagegen zwar immer ganz gut aus – doch die Abwehr des Trolls war einfach zu hart für unsere Erststufler.
Sie ritzten ihn kaum an.
Und wenn das Ungetüm doch mal ein paar Dinger kassierte, kam früher oder später seine Regeneration ins Spiel und lachte die Zwerge aus.

Doch schließlich kamen mit Tumakk die Immersiege!
Mehrer Male.
Zumindest kassierte der Troll irgendwann mal 42, 36 und noch so ein deftige Schadensladung in kurzer Rundefolge mit loosender Regeneration hintereinander und schließlich krachte das massive Monstrum tot zu Boden.

Erschöpft, aber dennoch froh, jubelten die Zwerge und da es echt spät geworden war blendeten wir sofort aus und verschoben jegliche weitere Handlung auf die nächste Session. Allerdings wurden noch schnell Punkte berechnet und die SC erreichten etwa die Mitte der 2. Stufe.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass es richtig Bock gebracht hat. Angefangen bei der Kinderaction (und einer echt lustigen Szene, als man übereinander gestolpert vom Priester erwischt wurde) bis hin zu all den typisch zwergischen Dingen und den cool gespielten Charakteren, war das einfach ‘ne super spaßige Runde.
Was soll ich sagen.
Zwerge halt ;)

Weiter geht es in der zweiten Spielsitzung mit der ersten Schlacht.

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